VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Aaron  |  Alma  |  Angelina  |  Bernd  |  Christian  |  Flora  |  Jena  |  Johanna  |  Lanrianna  |  Lene  |

Lotte  |  Lydia  |  Maria  |  Mia  |  Niklas  |  Nora  |  Patrizia  |  Sara  |  Sophie  |  Stefan  |  Warinka  |

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Ostern (27.03.2016)

Autor: Mia | Datum: 26 April 2016, 22:01 | 0 Kommentare

Verständnislos schaut Gloire uns an. "Warum um alles in der Welt soll ich Schokolade denn Schokolade suchen, die ihr vorher in die Büsche gelegt habt?", scheint sein Blick zu fragen. 

Resigniert scheint er zu entscheiden, dass Schokolade eben Schokolade ist und auch aus einem grünen Versteck ganz Lecker schmeckt und macht sich zusammen mit seinen kleinen Geschwistern Grâce und Chris, sowie einer weiteren Nachbarin, Christvie (ca. 3 Jahre alt) an die Arbeit, die von Max (einem Mitfreiwilligen), Béatrice und mir mühevoll versteckten Schokoladenhäschen und -lämmchen und Ü-Eier aufzuspüren. Grâce erweist sich dabei als besonders begabt und hat am Ende in jeder Hand ein Ü-Ei (die Ida aus Deutschland mitgebracht hat) und ein paar andere Leckereien.

Und schon geht es ans zusammenbasteln der Spielzeuge, was sich als leichter gesagt, als getan herausstellt. 

Besonders Bebe Chris scheint mit der Situation hoffnungslos überfordert ; in jeder Hand eine Hälfte eines Ü-Eis, und während im langsam die Schokolade durch die kleinen Fingerchen quillt beobachtet er mit vollen Backen, wie seine Mutter sein Spielzeug zusammenbaut. 

 

Nachmittags geht es weiter nach Bafoussam, denn es ist nicht nur Ostern, nein, es ist tatsächlich auch der Geburtstag meines Vaters!

Als wir ankommen beichtet er zwar, dass er eigentlich erst Montag hat, ihm es aver einfach besser gefällt, sonntags ein bisschen zu feiern. 

Nach und nach kommen noch ein paar seiner Freunde und zusammen essen wir Tarot mit Sauce Jaune (ein aus einer Wurzel hergestellter "Brei" mit gelber Soße), das, wie mir nicht zu selten gesagt wird, DAS Mahl des Westens (die Region, in der ich hier lebe) ist. 

Nach dem Essen werden Geschenke übergeben, wobei mir Benjamin erzählt, dass dies (also die Feier eines Geburtstags) in Kamerun nicht unbedingt üblich ist, da Geburtstagen im allgemeinen (seiner Aussage nach) keine allzu große Bedeutung beigemessen wird, er diese Tradition aber in seiner eigenen Familie eingeführt hat und pflegt, da sie ihm schlichtweg gut gefällt und jeder ja nur einmal im Jahr Geburtstag hat. 

 

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype