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La Journée Internationale de la Femme (08.03.2016)

Autor: Mia | Datum: 26 April 2016, 21:36 | 0 Kommentare

Eine große Menschenmenge, fast ausschließlich in lila und orange gekleidet breitet sich vor unseren Blicken aus. Genau hier steigen wie aus. Genau hier wollen wir hin.

An der Seite von Madame Charly schlängeln wir uns durch die Menschenmassen und vorbei an der Ganzkörper- und Taschenkontrolle am Eingang des Festgeländes am Fuße der Bank der ,,Banque des Etats Units de l´Afrique“ und finden dort schnell meine andere Nachbarin, Béatrice, und einige andere, mir von Lehrerkonferenzen bekannte Damen.

Abrupt kommen Ida, meine große Schwester, die zu diesem Zeitpunkt Kamerun einen Besuch abstattet, und ich uns extrem underdressed vor; zu recht, sind unsere Kleider in einem schlichten geraden Schnitt gehalten, unsere Harre nicht aufwendig hochgesteckt und unsere Gesichter nicht geschminkt. Zu guter letzt stecken aber unsere von den Strapazen des Aufstiegs auf den Mount Cameroon geschwollenen Füße in zwar geputzten, leider aber nicht schicken Turnschuhen und Birkenstöckern.

 

Nach vielem aufgeregtem hin- und her wächst unsere Gruppe ach uns nach an und wir beginnen Stellung aufzunehmen in einer nicht enden wollenden Reihe von Frauen verschiedener Vereinigungen, die jeweils ein Schild mit dessen Namen hochhält, teilweise einen eigenen Stoff ausgewählt hat.

(Wir stehen unter dem wogenden Holzbrett der Frauen der EEEECà Eseignantes des Écoles de l´Église Evangelique du Cameroun. )

Da Ida und ich mit unserer Wahl des lilanen Stoffes in unserer Gruppe zur Minderheit gehören werden wir von hinten nach vorne, von links nach rechts, von der Mitte der Gruppe an den Rand geschoben, bis schließlich eine Einigung feststeht: Die Blauen gehen zu viert in der ersten Reihe hinter der Schildträgerin (in diesem Fall Madame Charly in ihrem wunderschönen lilanen Kleid.)

 

,,Die Lehrerinnen als Erste!“ – Und ehe wir es uns versehen stehen wir auch schon in Reih und Glied, jeder in der, auf dem Boden vorgemalten Spur, und defilieren langsam im Takt eines feierlichen Marsches vor der Festtribüne entlang, viele Kameras im Gesicht, das knipsende Geräusch von Fotoapparaten im Ohr.

Und schon sind die knapp 50 Meter um, ein erleichtertes Aufatmen geht durch unsere Reihen.

Schnell noch ein paar Erinnerungsfotos geschossen und dann geht es auch schon los zur nächsten Station: in die Kneipe!

Dort wird jede Lehrerin, inklusive Ida und mir, zu einem Getränk nach Wahl eingeladen, eigentlich bei allen ein eisgekühltes Mützig, 33 oder Beaufort Light (oder Lager), auf Kosten des Inspektors (also meines Vaters).

Dazu gibt es vorher vorbereiteten Reis mit Gemüse, Bananenchips und frittiertes Hühnchen mit feuriger Piment Sauce (die leider den indonesischen Rachen von Ida entgegen meiner ganzen Hoffnung doch nicht zum explodieren bringt.)

 

Sobald alle aufgegessen haben wird die Musik laut aufgedreht und bis tief in die Nacht das Tanzbein geschwungen, für meine Schwester und mich allerdings endet der Abend aufgrund der Erschöpfung nun schon und wir kehren ins stille Mbouo zurück.

Dort treffen wir auf meine angeheiterten männlichen Nachbarn, denn in meiner Nachbarschaft zumindest ist es Tradition, dass jede Frau, die defilieren geht den Männern eine Flasche Wein dalässt. ,,Damit wir auch ohne euch Frauen den Tag gut überstehen“, wie mir ein Nachbar augenzwinkernd erklärte.

 

 

 

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